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LEIPZIGER STUDENTEN REVOLUTIONIEREN REHA-TECHNIK

Fre, 05.05.2017

 

Sie lässt sich tragen wie ein Handschuh und kann per Motor die Finger beugen und strecken: die "Exohand". Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Hightech-Spielzeug für Kinder, ist vielleicht die Zukunft der modernen Reha-Medizin.

Auf der Hannover Messe vom 24. bis 28. April werden der angehende Maschinenbau-Ingenieur Frank Schmidt und sein Kommilitone Michael Sanne ihre "Exohand" vorstellen. Das bunte Gebilde aus dem Baukasten kommt einer Orthese zur Handrehabilitation gleich. Der Unterschied: Sie kostet nur einen Bruchteil der sonst verwendeten Medizintechnik.

"Die Exohand lässt sich mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker und zugekaufter, handelsüblicher Mechanik ganz einfach zusammenbauen“, erklärt Frank Schmidt. "Wir wollen, dass der Zugang zu medizinischen Produkten nicht davon abhängt, wo man geboren wurde."

"In Deutschland zahlt die Krankenkasse die Kosten für notwendige Rehamaßnahmen. Aber in vielen Ländern dieser Welt sind Hightech-Medizinprodukte für die Mehrheit der Menschen unerschwinglich.", so der Ingenieur-Student.

Der Zugang zu 3D-Druckern dagegen sei immer leichter zu bekommen. So gäbe es an vielen Orten bereits sogenannte "Fablabs" und "MakerSpaces", die die 3D-Technik zur Verfügung stellen, sagt Schmidt. Die Bauanleitung und Software für die "Exohand" wollen die beiden Studenten kostenlos im Internet hochladen. Insgesamt läge die selbstgebaute Orthese dann bei einem Preis von unter 250 Euro.

Bis das soweit ist, steht allerdings noch einige Forschungsarbeit an. Die beiden Studenten testeten ihre Hightech-Hand bisher nur an sich selbst. Gemeinsam mit Therapeuten und Patienten sollen sie deshalb weiter an der Optimierung arbeiten. In Hannover werden Schmidt und Sanne den Prototyp der "Exohand" zum ersten Mal ausstellen.

Dort könnten die beiden auch wichtige Kontakte zu interessierten Entwicklern und potenziellen Investoren knüpfen. Wer sich die Hand aus dem Baukasten selbst anschauen möchte, kann dazu den Stand der HTWK Leipzig "Forschung für die Zukunft" in der Halle 2 besuchen.

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